Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Geschäftsführer und Gründer von minikredite.org, einer Marke der LBC Finance UG. Er liebt es, Minikredite miteinander zu vergleichen, um die besten seriösen Anbieter zu finden.
Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Geschäftsführer und Gründer von minikredite.org, einer Marke der LBC Finance UG. Er liebt es, Minikredite miteinander zu vergleichen, um die besten seriösen Anbieter zu finden.

Klarna Ratenkauf 2026: So funktioniert die Ratenzahlung wirklich

Foto des Autors

Max Benz

Gründer von minikredite.org

Vergleiche hier die besten Minikredite:

Zuletzt aktualisiert: 21.08.2026

Der Klarna Ratenkauf teilt den Kaufpreis in 6 bis 36 monatliche Raten auf und ist damit ein echter, verzinster Ratenkredit, kein kostenloser Zahlungsaufschub. Klarna nennt als Beispiel einen effektiven Jahreszins von 13,27 Prozent, prüft vor der Zusage die Bonität und meldet größere Beträge an die SCHUFA. Wer den Ratenkauf mit Klarnas zinsfreier “3 Raten”-Option oder dem Rechnungskauf verwechselt, zahlt am Ende oft mehr, als er erwartet hat, denn nicht alle Ratenzahlungen bei Klarna funktionieren nach denselben Regeln. Dieser Artikel zeigt, wie der Ratenkauf konkret abläuft, was er kostet, wer ihn nutzen darf und was sich ab dem 20. November 2026 durch neue EU-Regeln ändert.

Was ist der Klarna Ratenkauf?

Der Klarna Ratenkauf ist ein Finanzierungsprodukt, mit dem Online-Einkäufe in festen monatlichen Raten über eine Laufzeit von 6 bis 36 Monaten abbezahlt werden. Anders als bei einem klassischen Kredit läuft die Beantragung direkt im Checkout des Online-Shops, ohne separaten Bankbesuch oder Papierantrag. Typische Anwendungsfälle sind größere Anschaffungen wie Elektronik oder Möbel auf Raten, auch für ein neues Handy auf Raten wird der Ratenkauf häufig genutzt.

Klarna bietet unter der gleichen Marke mehrere unterschiedliche Zahlarten an, die häufig verwechselt werden:

  • Ratenkauf: 6 bis 36 Monate Laufzeit, verzinst (Beispiel: 13,27 Prozent effektiver Jahreszins), für größere Beträge gedacht.
  • In 3 zinsfreien Teilzahlungen bezahlen: ein separates Klarna-Produkt, 3 Raten im Abstand von jeweils rund 30 Tagen, ohne Zinsen, aber nur für kleinere, ausgewählte Beträge und Shops.
  • Rechnungskauf (Zahlung in bis zu 30 Tagen): kein Ratenprodukt, sondern ein reiner Zahlungsaufschub. Dieses Thema behandelt der separate Ratgeber zu Klarna-Alternativen für den Rechnungskauf.

Auch andere Anbieter haben eigene Ratenmodelle, etwa die PayPal Ratenzahlung, die nach ähnlichen Grundprinzipien funktioniert, sich in Details wie Zinssatz und Laufzeiten aber unterscheidet.

Wer im Checkout “Ratenkauf” oder “Ratenzahlung” auswählt, entscheidet sich für die verzinste Variante mit längerer Laufzeit, nicht für die kostenlose 3-Raten-Zahlung.

Vergleich Klarna 3 Raten zinsfrei und Klarna Ratenkauf verzinst
Zwei unterschiedliche Klarna-Produkte: die kostenlose 3-Raten-Zahlung und der verzinste Ratenkauf über 6 bis 36 Monate.

So funktioniert der Klarna Ratenkauf: Schritt für Schritt

Ablauf des Klarna Ratenkauf vom Checkout bis zur ersten Rate in 5 Schritten
Vom Checkout bis zur ersten Rate: der Zahlungsplan entsteht erst beim Versand, nicht beim Kaufabschluss.
  1. Zahlungsart wählen: Im Checkout des teilnehmenden Shops “Ratenzahlung” oder “Ratenkauf” auswählen.
  2. Ratenplan festlegen: Klarna zeigt die verfügbaren Laufzeiten (üblicherweise 6, 12, 24 oder 36 Monate) mit der jeweiligen Monatsrate.
  3. Persönliche Daten und Bonitätsprüfung: Klarna prüft bei der Antragstellung die Bonität des Käufers. Das Ergebnis liegt in der Regel sofort vor.
  4. Kauf abschließen: Nach Zustimmung wird die Bestellung wie gewohnt abgeschlossen und an den Shop übermittelt.
  5. Zahlungsplan nach Versand: Der eigentliche Zahlungsplan entsteht erst, wenn der Shop die Ware versendet. Die erste Rate wird üblicherweise etwa einen Monat nach diesem Zeitpunkt fällig.
  6. Raten verwalten: Alle folgenden Raten werden automatisch abgebucht, bei vielen Verträgen am 7. Tag jedes Monats. Zahlungstermine, Erinnerungen und der aktuelle Kontostand lassen sich jederzeit in der Klarna App einsehen.

Diese Reihenfolge bedeutet in der Praxis: Zwischen Kaufabschluss und der ersten fälligen Rate liegt oft mehr Zeit, als Käufer erwarten, weil der Zahlungsplan an den Versandzeitpunkt gekoppelt ist und nicht an das Kaufdatum. Bei größeren Summen ab etwa 200 Euro verlangt Klarna zusätzlich einen schriftlichen oder online unterschriebenen Vertrag samt Kontoverifizierung, bevor der Kauf endgültig als Ratenkauf gilt.

Laufzeiten und Ratenpläne im Überblick

Klarna bietet den Ratenkauf in zwei Grundvarianten an, die sich in Laufzeit und Rückzahlweise unterscheiden:

  • Feste Laufzeiten mit gleichbleibender Monatsrate über 6, 12, 24 oder 36 Monate. Die Rate bleibt über die gesamte Laufzeit konstant.
  • Flexible Ratenzahlung: monatlich mindestens ein Vierundzwanzigstel des offenen Gesamtbetrags, mindestens jedoch 6,95 Euro. Höhere Zahlungen oder eine vollständige Tilgung sind jederzeit möglich, das Lauftempo bestimmt der Käufer selbst.

Wie sich eine Beispielsumme von 1.200 Euro bei fester Laufzeit ungefähr aufteilt, zeigt die folgende Übersicht. Die Werte sind ein Rechenbeispiel auf Basis der von Klarna und von unabhängigen Tests dokumentierten Zinsspannen (siehe nächster Abschnitt) und keine Zusage für einen konkreten Vertrag:

Laufzeit Monatsrate (ca.) Gesamtkosten (ca.) Zinskosten (ca.)
6 Monate 210 Euro 1.260 Euro 60 Euro
12 Monate 108 Euro 1.292 Euro 92 Euro
24 Monate 58 Euro 1.392 Euro 192 Euro
36 Monate 42 Euro 1.512 Euro 312 Euro

Die Tabelle zeigt das Grundprinzip jeder Ratenfinanzierung: Je länger die Laufzeit, desto niedriger die einzelne Monatsrate, aber desto höher die Gesamtzinskosten über die gesamte Laufzeit. Bei 36 Monaten zahlt man in diesem Beispiel gut das Fünffache an Zinsen im Vergleich zur 6-Monats-Laufzeit.

Zinskosten des Klarna Ratenkauf im Vergleich nach Laufzeit 6 bis 36 Monate
Zinskosten in der Beispielrechnung (1.200 Euro) nach Laufzeit: je länger die Laufzeit, desto höher die Gesamtzinskosten.

Zinsen und Kosten: Was der Klarna Ratenkauf wirklich kostet

Der genaue Zinssatz hängt vom gewählten Modell ab. Bei fester Laufzeit nennt Klarna selbst als Beispielwert einen effektiven Jahreszins von 13,27 Prozent, unabhängige Tests dokumentieren für feste Laufzeiten eine Spanne von etwa 13,6 bis 14,8 Prozent effektivem Jahreszins, in einzelnen Fällen auch nur rund 9,9 Prozent ohne zusätzliche monatliche Gebühr. Bei der flexiblen Ratenzahlung kommt neben einem Sollzins von etwa 11,95 Prozent zusätzlich eine monatliche Ratenkaufgebühr von rund 45 Cent hinzu, wodurch sich ein effektiver Jahreszins von rund 14,79 Prozent ergibt.

Ein konkretes, dokumentiertes Rechenbeispiel: Wer 500 Euro über 12 Monate finanziert, zahlt bei den gängigen Konditionen insgesamt etwa 538 Euro zurück, das entspricht einer Monatsrate von rund 45 Euro.

Wichtige Kostenpunkte im Überblick:

  • Mindestkaufbetrag: Der Ratenkauf ist ab einem Bestellwert von 25 Euro verfügbar.
  • Maximalbetrag: Der Höchstbetrag richtet sich nach dem Ergebnis der Bonitätsprüfung und wird individuell festgelegt.
  • Keine 0-Prozent-Option beim Ratenkauf: Anders als Klarnas separate “3 Raten”-Zahlung sind sowohl die feste als auch die flexible Ratenzahlung grundsätzlich verzinst.
  • Kostenlose vorzeitige Rückzahlung: Der gesamte Restbetrag lässt sich jederzeit ohne zusätzliche Kosten oder Vorfälligkeitsentschädigung zurückzahlen.

Wer über den Ratenkauf nachdenkt, sollte die Monatsrate immer gegen die Gesamtkosten aus der Tabelle oben abwägen und nicht nur auf die niedrige Monatsrate schauen.

Voraussetzungen: Wer den Klarna Ratenkauf nutzen kann

Um den Ratenkauf zu nutzen, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Mindestalter 18 Jahre: Der Ratenkauf steht ausschließlich volljährigen Personen offen.
  • Bestehende Bonitätsprüfung: Klarna führt bei jeder Antragstellung eine Bonitätsprüfung durch, unter anderem unter Einbeziehung von Auskunfteien wie der SCHUFA.
  • Korrekte persönliche Daten: Name, Adresse und Zahlungsdaten müssen vollständig und korrekt angegeben werden.
  • Gültiges Zahlungsmittel: Für die spätere Ratenzahlung wird ein gültiges Konto oder eine gültige Karte benötigt, über die die monatlichen Raten automatisch abgebucht werden.
  • Wohnsitz in einem unterstützten Land: Der Ratenkauf ist nicht in jedem Land verfügbar, in dem Klarna sonst als Zahlungsmethode auftritt.

Eine Zusage ist nicht garantiert. Bei negativer Bonitätsauskunft, unvollständigen Daten oder bereits bestehenden Klarna-Zahlungsrückständen kann der Ratenkauf abgelehnt werden, auch wenn andere Klarna-Zahlarten weiterhin verfügbar bleiben.

Klarna Ratenkauf und die SCHUFA: Was wirklich gemeldet wird

Ja, der Klarna Ratenkauf wirkt sich auf die SCHUFA aus: Ein bewilligter Ratenkauf ist rechtlich ein Kredit und wird als Kreditvertrag in den SCHUFA-Daten hinterlegt. Die Bonitätsprüfung beim Abschluss selbst ist dabei eine sogenannte weiche Anfrage und wirkt sich laut Klarna nicht negativ auf die Kreditwürdigkeit aus.

Für die vollständige Meldepflicht gilt nach aktuellem Stand praktisch eine Bagatellgrenze. Bei Beträgen unter etwa 200 Euro ist bislang keine vollständige Bonitätsprüfung vorgeschrieben. Bei größeren Ratenkäufen oberhalb dieser Grenze läuft die Meldung an die SCHUFA dagegen bereits heute verbindlich mit.

Wichtig für die eigene Bonität: Ein pünktlich bedienter Ratenkauf verschlechtert den SCHUFA-Score in der Regel nicht automatisch, der Eintrag bleibt neutral bis unauffällig. Kritisch wird es erst bei Zahlungsverzug oder wenn mehrere kleine Ratenkäufe gleichzeitig offen sind. Eine Auswertung der SCHUFA zu Buy-Now-Pay-Later-Diensten zeigt, dass rund 44 Prozent der Nutzer mindestens einmal einen Zahlungstermin verpassen und rund 50 Prozent davon selbst nach einer Mahnung nicht sofort zahlen. Genau diese verpassten und nicht nachgeholten Zahlungen sind es, die negative SCHUFA-Einträge auslösen, nicht die Nutzung des Ratenkaufs an sich.

Wer mehrere Ratenkäufe gleichzeitig laufen hat, sollte im Blick behalten, dass sich offene Verpflichtungen bei einer Bonitätsprüfung für einen anderen Kredit summieren können, selbst wenn keine einzelne Rate bislang gemeldet wurde. In der Praxis bündelt Klarna die fälligen Raten mehrerer gleichzeitig laufender Ratenkäufe häufig in einer einzigen monatlichen Abbuchung, einzeln nachvollziehbar bleiben die Verträge trotzdem über die Klarna App. Wer unsicher ist, wie der eigene SCHUFA-Score gerade aussieht, kann das über eine SCHUFA-Selbstauskunft direkt prüfen.

Neue EU-Regeln ab 20. November 2026: Was sich beim Ratenkauf ändert

Ab dem 20. November 2026 greift die überarbeitete EU-Verbraucherkreditrichtlinie und erfasst damit erstmals ausdrücklich auch Buy-Now-Pay-Later-Dienste wie den Klarna Ratenkauf. Bis zu diesem Stichtag gilt noch die aktuelle Rechtslage, danach ändern sich vier Punkte konkret:

  • 14-tägiges Widerrufsrecht: Ratenkäufe lassen sich künftig, wie bei einem klassischen Ratenkredit, innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen. Erfüllt der Anbieter seine Informationspflichten nicht vollständig, verlängert sich diese Frist auf bis zu 12 Monate und 14 Tage.
  • Verpflichtende Bonitätsprüfung: Anbieter müssen die Kreditwürdigkeit vor jeder Zusage nachweisbar prüfen, unabhängig von der Höhe des Ratenkaufs.
  • Schließung der Meldelücke unter 200 Euro: Die bisherige Ausnahme für kleinere Beträge soll entfallen, sodass künftig auch geringere Ratenkäufe SCHUFA-relevant werden können.
  • Standardisierte Vorab-Information: Kosten, Zinsen und Laufzeiten müssen vor Vertragsschluss in einem einheitlichen, europaweit vergleichbaren Format dargestellt werden, statt wie bisher über verlinkte AGB-Seiten.

Die genaue technische Umsetzung dieser Meldepflicht war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels noch nicht in allen Details final geklärt. Wer aktuell, also vor dem 20. November 2026, einen Ratenkauf abschließt, hat nach geltendem Recht noch kein gesetzliches Widerrufsrecht für diesen Vertrag, auch wenn einzelne Anbieter freiwillig kulantere Regeln anbieten können.

Rate nicht zahlen: Diese Folgen drohen bei Zahlungsverzug

Wer eine fällige Rate nicht rechtzeitig zahlt, sollte mit folgendem Ablauf rechnen: Kann eine Rate nicht automatisch abgebucht werden, versucht Klarna es in der Regel zunächst noch einmal automatisch. Schlägt auch dieser Versuch fehl, lässt sich der offene Betrag jederzeit manuell in der Klarna App oder im Online-Konto begleichen.

Bleibt die Zahlung dennoch aus, verschickt Klarna eine Zahlungserinnerung, danach eine förmliche Mahnung mit einer Gebühr von bis zu 7 Euro pro Mahnung. Solange eine Zahlung im Verzug ist, sperrt Klarna in der Regel die Nutzung für weitere Käufe, bis der offene Betrag ausgeglichen ist. Zusätzlich können Verzugszinsen auf den offenen Betrag anfallen.

Bleiben drei Zahlungen in Folge aus, übergibt Klarna die Forderung in der Regel an ein Inkassounternehmen. Ab diesem Punkt drohen zusätzliche Inkassokosten, und der Vorfall kann als negativer Eintrag an die SCHUFA gemeldet werden, was künftige Finanzierungen, Mietverträge oder Vertragsabschlüsse erschweren kann.

Wer merkt, dass eine Rate nicht pünktlich bezahlt werden kann, sollte deshalb möglichst frühzeitig den Klarna-Kundenservice kontaktieren, statt die Mahnung auszusitzen. Oft lassen sich Zahlungstermine verschieben, bevor der Fall eskaliert.

Ratenkauf vorzeitig zurückzahlen oder widerrufen

Ja, der offene Restbetrag eines Ratenkaufs lässt sich jederzeit vollständig oder in Teilbeträgen zurückzahlen, ohne zusätzliche Kosten oder Vorfälligkeitsentschädigung. Das lohnt sich vor allem bei längeren Laufzeiten, weil dadurch spürbar Zinskosten eingespart werden, wie die Beispieltabelle weiter oben zeigt.

Beim Widerruf gilt aktuell eine andere Situation als beim Widerrufsrecht für den Kaufvertrag selbst. Nach heutigem Stand besteht für den Ratenkauf-Finanzierungsvertrag noch kein eigenständiges gesetzliches Widerrufsrecht, dieses tritt erst mit den neuen EU-Regeln zum 20. November 2026 in Kraft (siehe Abschnitt oben). Unabhängig davon bleibt das reguläre Widerrufsrecht für den Warenkauf selbst gegenüber dem jeweiligen Online-Shop bestehen, das ist vom Ratenkauf-Vertrag als Finanzierungsinstrument zu unterscheiden. Bei einer Retoure an den Shop wird der noch offene Ratenkauf entsprechend angepasst oder storniert.

Klarna Ratenkauf kündigen oder stornieren: So geht’s

Ein laufender Ratenkauf lässt sich in der Regel so beenden:

  • In der Klarna App prüfen: Unter dem jeweiligen Kauf lässt sich der aktuelle Zahlungsplan und der offene Restbetrag einsehen.
  • Vollständige Rückzahlung auslösen: Über die App oder den Klarna-Kundenservice kann der komplette Restbetrag auf einmal beglichen werden, wodurch der Ratenkauf endet.
  • Bei Retoure den Shop kontaktieren: Wird die Ware zurückgeschickt, muss die Rücksendung beim Händler bestätigt werden, erst danach passt Klarna den Zahlungsplan an oder storniert ihn vollständig.
  • Bei Unstimmigkeiten den Kundenservice kontaktieren: Lässt sich ein Ratenkauf nicht selbst über die App anpassen, hilft der Klarna-Kundenservice direkt weiter.

Eine einseitige Kündigung ohne Rückzahlung oder Rückgabe der Ware ist nicht vorgesehen, der Ratenkauf bleibt so lange bestehen, bis der Betrag beglichen oder der zugrunde liegende Kauf storniert wurde.

Vor- und Nachteile des Klarna Ratenkaufs im Überblick

Vorteile:

  • Größere Anschaffungen lassen sich planbar über mehrere Monate verteilen.
  • Die Beantragung läuft direkt im Checkout, ohne separaten Kreditantrag bei einer Bank.
  • Der Restbetrag kann jederzeit kostenlos vorzeitig zurückgezahlt werden.
  • Laufende Raten und Termine lassen sich zentral in der Klarna App verwalten.

Nachteile:

  • Der Ratenkauf ist verzinst, bei langen Laufzeiten fallen spürbare Zinskosten an.
  • Größere Ratenkäufe werden an die SCHUFA gemeldet und wirken sich bei Zahlungsverzug negativ auf den Score aus.
  • Ab dem 20. November 2026 gelten neue, strengere Regeln, ältere Verträge und Gewohnheiten müssen sich daran anpassen.
  • Bei drei ausgefallenen Raten in Folge drohen Inkasso und zusätzliche Kosten.

Häufige Fragen zum Klarna Ratenkauf

Was ist der Unterschied zwischen dem Klarna Ratenkauf und der Zahlung in 3 Raten?

Der Ratenkauf läuft über 6 bis 36 Monate und ist verzinst. Die Zahlung in 3 Raten ist ein separates, zinsfreies Klarna-Produkt mit deutlich kürzerer Laufzeit und niedrigeren Beträgen.

Wie viele Raten sind beim Klarna Ratenkauf möglich?

Klarna bietet Laufzeiten von 6, 12, 24 oder 36 Monaten an, abhängig vom Shop und vom Bestellbetrag.

Wirkt sich der Klarna Ratenkauf auf die SCHUFA aus?

Größere Ratenkäufe werden an die SCHUFA gemeldet. Pünktliche Zahlungen wirken sich in der Regel nicht negativ aus, Zahlungsverzug dagegen schon.

Kann ich den Klarna Ratenkauf vorzeitig zurückzahlen?

Ja, der gesamte Restbetrag lässt sich laut Klarna jederzeit ohne zusätzliche Kosten zurückzahlen.

Was passiert, wenn ich eine Rate nicht zahle?

Zunächst folgt eine Mahnung mit einer Gebühr von bis zu 7 Euro. Bei drei ausgefallenen Zahlungen in Folge übergibt Klarna die Forderung in der Regel an ein Inkassounternehmen.

Was ändert sich beim Ratenkauf ab November 2026?

Ab dem 20. November 2026 gilt ein 14-tägiges Widerrufsrecht für Ratenkäufe, Anbieter müssen die Bonität verpflichtend prüfen, und auch kleinere Beträge unter 200 Euro können künftig SCHUFA-relevant werden.

Über den Autor:

Foto des Autors

Max Benz

Gründer von minikredite.org

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Geschäftsführer und Gründer von minikredite.org, einer Marke der LBC Finance UG. Er liebt es, Minikredite miteinander zu vergleichen, um die besten seriösen Anbieter zu finden.