Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Geschäftsführer und Gründer von minikredite.org, einer Marke der LBC Finance UG. Er liebt es, Minikredite miteinander zu vergleichen, um die besten seriösen Anbieter zu finden.
Max Benz

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Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Geschäftsführer und Gründer von minikredite.org, einer Marke der LBC Finance UG. Er liebt es, Minikredite miteinander zu vergleichen, um die besten seriösen Anbieter zu finden.

Arbeitslosenkredit: Möglichkeiten, Beantragung und Alternativen

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Max Benz

Gründer von minikredite.org

Vergleiche hier die besten Minikredite:

Zuletzt aktualisiert: 21.05.2026

Als Arbeitsloser einen Kredit zu bekommen, ist schwierig, aber nicht unmöglich. Banken verlangen ein regelmäßiges, pfändbares Einkommen, das Arbeitslosengeld in der Regel nicht darstellt. Trotzdem gibt es konkrete Wege, die du nutzen kannst.

Warum lehnen Banken Kredite für Arbeitslose oft ab?

Banken sind gesetzlich verpflichtet zu prüfen, ob ein Kreditnehmer in der Lage ist, den Kredit zurückzuzahlen. Bei Arbeitslosen scheitert dieser Nachweis aus zwei Hauptgründen.

Der erste Grund ist die fehlende Pfändbarkeit: Einkommen aus eigener Erwerbstätigkeit kann im Notfall durch die Bank gepfändet werden, um den Kredit zu sichern. Arbeitslosengeld I, Bürgergeld und Grundsicherung sind hingegen nicht pfändbar, da sie der Existenzsicherung dienen. Ohne pfändbares Einkommen hat die Bank keine Sicherheit im Falle eines Zahlungsausfalls.

Der zweite Grund ist die Befristung und Ungewissheit: Arbeitslosengeld I wird nur für einen begrenzten Zeitraum gezahlt. Banken können nicht prognostizieren, ob und wann du wieder ein Einkommen haben wirst. Das macht eine seriöse Kreditwürdigkeitsprüfung für die Bank faktisch unmöglich.

Die Folgen: Bei Arbeitslosen werden Kreditanträge häufig direkt abgelehnt. Wer dennoch eine Zusage bekommt, zahlt höhere Zinsen wegen des erhöhten Ausfallrisikos, und bewilligte Beträge sind meist gering.

Achtung: Angebote, die einen einfachen Kredit ohne Einkommensnachweis oder Schufa-Prüfung versprechen, sind oft unseriös. Hohe Vorabgebühren oder undurchsichtige Bedingungen sind klare Warnsignale.

Welche Kreditmöglichkeiten habe ich als Arbeitsloser?

Trotz der Schwierigkeiten gibt es vier Wege, als Arbeitsloser an eine Finanzierung zu kommen:

  • Kredit mit Bürgen oder zweitem Kreditnehmer
  • Policendarlehen (Lebensversicherung beleihen)
  • Darlehen von der Bundesagentur für Arbeit
  • Kredit von Privatpersonen

Kredit mit Bürgen oder zweitem Kreditnehmer

Ein Bürge mit festem Einkommen und guter Bonität ist der häufigste Weg, als Arbeitsloser dennoch einen Bankkredit zu erhalten. Der Bürge haftet im Falle eines Zahlungsausfalls mit seinem eigenen Vermögen. Das können Familienmitglieder oder enge Freunde sein.

Alternativ kannst du einen zweiten Kreditnehmer mit in den Vertrag aufnehmen. Wichtig: Ein zweiter Kreditnehmer hat rechtlich gesehen auch Zugriff auf den Kredit und haftet genauso wie du.

Voraussetzungen:

  • Bürge oder zweiter Kreditnehmer muss über ein regelmäßiges, pfändbares Einkommen verfügen
  • Gute Bonität und Schufa-Score des Bürgen erforderlich
  • Schriftlicher Bürgschaftsvertrag

Policendarlehen (Lebensversicherung beleihen)

Wer eine private Kapitallebensversicherung oder private Rentenversicherung besitzt, kann diese als Sicherheit einsetzen. Das sogenannte Policendarlehen nutzt den Rückkaufwert der Versicherung als Grundlage.

Zinssatz: ab 4,3% p.a.

Laufzeit: bis zu 10 Jahre

Kreditbetrag: von 1.000 bis 100.000 Euro

Besonderer Vorteil: Das Policendarlehen ist schufaneutral, da keine Schufa-Prüfung stattfindet. Deine Versicherung bleibt weiter bestehen und schützt dich gegen alltägliche Risiken.

Voraussetzungen:

  • Ausreichender Rückkaufwert der Versicherung
  • Nur private Lebens- oder Rentenversicherung (Riester- und Rürup-Verträge sind ausgeschlossen, da staatlich gefördert)
  • Während der Laufzeit zahlst du nur Zinsen, die Tilgung erfolgt am Ende

Darlehen von der Bundesagentur für Arbeit

Das Jobcenter kann gemäß § 24 SGB II ein zinsloses Darlehen für unabweisbaren Bedarf gewähren. Das bedeutet: Der Bedarf muss unaufschiebbar sein und kann nicht durch den regulären Bürgergeld-Regelbedarf gedeckt werden.

Zinssatz: zinslos

Laufzeit: Rückzahlung wird monatlich mit dem Bürgergeld verrechnet

Kreditbetrag: entspricht genau dem nachgewiesenen Bedarf (keine feste Obergrenze)

Voraussetzungen:

  • Nachweis des unabweisbaren Bedarfs (z.B. Kostenvoranschlag für kaputten Kühlschrank, drohende Stromsperrung, Mietrückstände)
  • Kein ausreichendes Vermögen vorhanden
  • Kein anderer Weg zur Bedarfsdeckung möglich (z.B. Kleiderkammer, Gebrauchtwarenlager)
  • Antrag schriftlich beim Jobcenter mit Belegen einreichen

Wichtig: Das BA-Darlehen ist für akute Notlagen gedacht, nicht als allgemeiner Ratenkredit.

Kredit von Privatpersonen

P2P-Kreditplattformen wie Smava oder Auxmoney vermitteln Kredite von Privatpersonen an Kreditnehmer. Auch bei Arbeitslosengeld I können diese Plattformen Angebote finden, wenn du andere Sicherheiten vorweisen kannst.

Laufzeit: bis zu 60 Monate

Kreditbetrag: von 500 bis 50.000 Euro

Voraussetzungen:

  • Bonitätsprüfung durch die Plattform (weniger streng als bei klassischen Banken)
  • Schriftlicher Kreditvertrag für rechtliche Sicherheit beider Seiten
  • Konditionsanfragen bei Smava oder Verivox sind schufareinheitsneutral, da sie keinen Schufa-Eintrag erzeugen

Wie beantrage ich als Arbeitsloser einen Kredit?

  1. Schritt: Bonität prüfen. Hol dir eine kostenlose Schufa-Selbstauskunft, um zu wissen, wie du bewertet wirst. Fehlerhafte Einträge kannst du korrigieren lassen.
  2. Schritt: Kreditart wählen. Prüfe, welche der vier Optionen für deine Situation passt. Hast du einen Bürgen? Eine Lebensversicherung? Oder bist du Bürgergeld-Empfänger mit einem konkreten Bedarf?
  3. Schritt: Angebote vergleichen. Nutze Plattformen wie Smava oder Verivox für eine Konditionsanfrage. Diese ist schufareinheitsneutral und erzeugt keinen Schufa-Eintrag.
  4. Schritt: Unterlagen vorbereiten. Typische Dokumente: Personalausweis, Kontoauszüge der letzten drei Monate, Nachweis des Arbeitslosengeldes, bei Bürge: Einkommensnachweise des Bürgen.
  5. Schritt: Antrag einreichen. Dies kann oft online erfolgen. Bei einem BA-Darlehen musst du den Antrag schriftlich beim Jobcenter stellen und den Bedarf mit Belegen nachweisen.
  6. Schritt: Vertrag prüfen. Achte besonders auf Zinssatz, Laufzeit, Rückzahlungsmodalitäten und eventuelle Sonderkonditionen. Unterschreibe erst, wenn du alle Bedingungen verstehst.

Welche Alternativen gibt es zum Kredit für Arbeitslose?

Wenn kein Bankkredit in Frage kommt, gibt es weitere Optionen:

  • Pfandkredit: Hinterlege Wertgegenstände wie Schmuck oder Elektronik bei einem Pfandhaus und erhalte sofort Liquidität. Der Gegenstand bleibt während der Laufzeit dort verwahrt.
  • Mikrokredite: Kleine Beträge bis ca. 25.000 Euro für Personen mit einer Geschäftsidee. Kein klassischer Konsumkredit, aber eine Möglichkeit bei selbstständigen Plänen.
  • Staatliche Sozialleistungen: Prüfe, ob du Anspruch auf Wohngeld, Lastenzuschuss oder andere Sozialleistungen hast, die keine Rückzahlung erfordern.
  • Stundung oder Ratenzahlung: Bei akuten Engpässen (z.B. Stromrechnung) kannst du direkt beim Anbieter eine Ratenzahlung oder Stundung beantragen, bevor du einen Kredit aufnimmst.
  • Schuldnerberatung: Kostenlose Beratungsstellen (Caritas, AWO, kommunale Beratungsstellen) helfen dir, Optionen zu prüfen und die Übersicht über deine Finanzen zu behalten.

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