Was ist ein Minikredit? [einfach, aber ausführlich erklärt]

Zuletzt aktualisiert: 25. August 2022

Benötigst du schnell einen Ersatz für deine defekte Waschmaschine? Kostet die Autoreparatur mehr als erwartet? Vielleicht hast du dein Monatsbudget einfach falsch geplant und nun fehlt dir Geld für den nächsten Einkauf? Kurzum, du benötigst schnell eine Finanzspritze. Minikredit von einem spezialisierten Anbieter rettet dich aus finanzieller Schieflage und hilft dir, die Liquiditätsengpässe zu überbrücken.

Was ist ein Minikredit? 

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei einem Klein- oder Minikredit um ein kleines Darlehen. Das wichtigste Merkmal von einem solchen Kleinkredit ist die Höhe der Kreditsumme, die in der Regel zwischen 50 und 3.000 Euro liegt. Ein Kreditinstitut leiht dir dieses Geld je nach Höhe des Betrags für eine Frist von 15 Tagen bis zu sechs Monaten.

Zurückzuzahlen ist ein Minikredit entweder in einer oder in mehreren Raten. Wie bei allen anderen Krediten fallen auch bei einem Minikredit Zinsen an. Aufgrund einer kurzen Laufzeit fällt die Zinslast nicht allzu hoch aus. Das Kreditinstitut stellt dir dabei frei, wie du über den Kleinkredit verfügen möchtest. Das Wichtigste: Du zahlst die Kreditsumme pünktlich zurück.

Worin unterscheidet sich der Minikredit von anderen Krediten? 

Der Hauptunterschied eines Minikredits von jedem anderen Kredit stellt die Höhe des Kreditbetrags dar. Du kannst von einem Finanzdienstleister als Minikredit sogar 50 Euro als Mikrofinanzspritze leihen. Die Obergrenze eines Minikredits liegt bei 3.000 Euro, wobei einige Kreditinstitute Neukunden nicht mehr als 1.500 Euro leihen.

Weiterhin unterscheidet sich ein Minikredit von anderen Darlehen durch eine kurze Laufzeit von maximal 6 Monaten. Die Laufzeit von klassischen Krediten beginnt dagegen erst ab 12 Monaten, dementsprechend höher ist die Zinslast.

Drittens zeichnet sich ein Minikredit durch eine einfache und schnelle Bearbeitung aus. Während du bei einem anderen Kredit mehrere Nachweise und eventuell zusätzliche Sicherheiten oder Bürgschaften besorgen musst, sparst du bei einem Minikredit den Papierkram. Die gesamte Abwicklung von einem Kleinkredit geschieht online und ist innerhalb weniger Minuten abgeschlossen.

Viertens ist ein Minikredit trotz SCHUFA und niedriger Bonität realisierbar. Einige Kreditinstitute verzichten sogar bei einem Kreditantrag auf die SCHUFA-Prüfung.

Fünftens ist ein Minikredit schnell ausgezahlt und spätestens nach 24 Stunden bereits auf deinem Konto.

Gut zu wissen: Einen solchen Kredit bekommst du nicht bei einer klassischen Bank, sondern bei spezialisierten Minikredit-Anbietern.

Vorteile und Nachteile eines Minikredits 

Ein Kredit über ein paar Hundert Euro hilft dir dabei, finanzielle Engpässe zu überwinden und schnell wieder flüssig zu werden. Die Antragstellung ist einfach, die Wahrscheinlichkeit einer Zusage hoch und die Kreditsumme ist manchmal eine Stunde später auf deinem Konto.

Andererseits fallen bei einem Minikredit hohe Zinsen an. Es gilt – je schlechter die Bonität, desto merklicher die Zinslast bei deinem Kleinkredit. Außerdem steht dir bei dieser Art von Kredit nur eine begrenzte Summe zur Verfügung. Große Anschaffungen lassen sich durch solche Kredite nicht finanzieren. 

Vorteile

  • Kreditantrag schnell online gestellt
  • Kredit in wenigen Minuten bewilligt
  • Keine Bürgschaften und Sicherheiten erforderlich
  • Zusage trotz geringer Kreditwürdigkeit wahrscheinlich
  • Für Personen mit niedrigem Einkommen, Studierende, Arbeitslose und Rentner oft geeignet
  • Kreditbetrag spätestens am nächsten Tag überwiesen
  • Du darfst frei über das Darlehen verfügen

Nachteile

  • Begrenzte Kreditsumme
  • Relativ hohe Zinsen
  • Zusatzleistungen wie Blitzüberweisung und Ähnliches gebührenpflichtig

Was ist bei der Wahl eines passenden Minikredits zu beachten? 

Online findest du mehrere Anbieter für Minikredite, deren Konditionen sich teils erheblich voneinander unterscheiden. Insbesondere betreffen die Unterschiede die Zinshöhe, die Laufzeit und die Kosten für Zusatzleistungen. Daher gilt es bei einem Kleinkredit: möglichst viele Informationen sammeln, Minikredit-Anbieter vergleichen, auf die wichtigsten Parameter achten und sorgfältig kalkulieren.

Vergleiche zunächst die Zinshöhe der Kreditanbieter. Achte dabei auf den Sollzins. Ein Sollzins ist der Preis des Nennbetrags von deinem Kleinkredit. Wie hoch eine Rate bei der Rückzahlung ausfällt, hängt von dem Sollzins ab.

Berücksichtige nicht nur den Sollzins, sondern unbedingt auch den Effektivzins. Bei dem Effektivzins handelt es sich wiederum um deinen Gesamtaufwand für die Kredite inklusive Zusatzgebühren für bestimmte Zusatzleistungen wie Blitzüberweisung oder Ratenzahlung. Der Effektivzins bestimmt somit, was dich der Minikredit letztlich kostet. Ein Finanzdienstleister, der scheinbar Top-Zinsen anbietet, scheidet womöglich bei dem Blick auf den Effektivzins aus dem Kreis der möglichen Anbieter für dich aus.

Lege online die Laufzeit und die Kreditsumme von dem Minikredit fest, um die monatliche Rate zu bestimmen. Schätze ein, ob die Höhe der Rate dein Budget nicht überstrapaziert. Nicht jeder Kreditgeber ist bereit, die Laufzeit des Kredits zu verlängern. Wenn doch, dann fallen für diese Zusatzleistung Gebühren oder Strafzinsen an. Zahlst du den Kleinkredit nicht pünktlich zurück, flattern dir Mahnschreiben ins elektronische Postfach oder in den Briefkasten. Gibt der Kreditgeber das Mahnverfahren an ein Inkassobüro weiter, entstehen für dich nicht unerhebliche Zusatzkosten.

Achte darauf, welches Mindesteinkommen für die Kreditzusage erforderlich ist. Oft liegt die Untergrenze bei 500 bis 700 Euro.

Falls du keine feste Arbeitsstelle hast, achte explizit darauf, ob der Anbieter Kredite an Arbeitslose, Auszubildende, Studierende oder Rentner vergibt.

Informiere dich, ob der Finanzdienstleister den Kleinkredit von einer soliden Bonität abhängig macht oder den Kredit trotz SCHUFA bewilligt.

Für die Wahl des richtigen Kredits sind auch Informationen über die Schnelligkeit der Antragsbearbeitung und der Auszahlung von Bedeutung.

Welche Voraussetzungen musst du für Minikredit erfüllen? 

Obwohl die Kleinkredite von den Finanzdienstleistern relativ großzügig und in einem vereinfachten Verfahren vergeben werden, ist jeder Minikredit an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Folgende Mindestanforderungen gelten nicht nur bei einer Bank, sondern auch bei den meisten Anbietern:

  • Du bist volljährig, also mindestens 18 Jahre alt.
  • Du hast deinen Wohnsitz in Deutschland. Für einige Anbieter genügt ein Wohnsitz in Europa.
  • Du bist im Besitz von einem gültigen Personalausweis oder Reisepass.
  • Du besitzt ein aktives Konto bei einer deutschen Bank.
  • Auf deinen Namen sind eine deutsche E-Mail-Adresse und ein Mobiltelefon registriert.
  • Du kannst ein regelmäßiges Einkommen nachweisen.

Ein festes Arbeitsverhältnis erhöht deine Kreditwürdigkeit sogar trotz negativer SCHUFA-Einträge. Aber auch Arbeitslose haben bei einigen Anbietern Chancen auf einen Kredit. Personen, die von der Grundsicherung leben, sind in der Regel von der Kreditvergabe ausgeschlossen. 

So kannst du einen Minikredit beantragen 

Die gesamte Abwicklung deines Kreditantrags erfolgt online und nimmt nur wenige Minuten in Anspruch. Nutze diesen Leitfaden, um deinen Minikredit zu beantragen:

Minikredite vergleichen

Dein Weg zum Kredit startet mit einem Online-Kreditvergleich und einer Analyse der kreditrelevanten Informationen wie Höhe von dem Soll- und Effektivzins, der Laufzeit und der Konditionen für die Kreditvergabe.

Passendes Angebot auswählen 

Entscheide dich für eine Direkt-Bank oder einen anderen Anbieter mit Top-Zinsen und sonstigen attraktiven Konditionen. Je nach deiner persönlichen Situation könnte für dich als Auswahlkriterien die Kreditvergabe ohne SCHUFA-Prüfung oder Kreditzusage trotz Erwerbslosigkeit ins Gewicht fallen.

Minikredit beantragen und das Geld erhalten

Nun schreitest du direkt zum Kreditantrag fort und gehst dabei wie folgt vor:

1. Du füllst online ein bereitgestelltes Formular aus und gibst unter anderem deinen Namen, Familienstand, deine Anschrift, Kontonummer, E-Mail und Telefonnummer an.

2. Du lädst die Kopie deiner Einkommensnachweise hoch. Um einen Minikredit zu erhalten, sind diese Nachweise bei den meisten Anbietern Pflicht. Es kann sich dabei nicht nur um Gehaltszettel, sondern auch um Kontoauszüge oder zum Beispiel um Steuerbescheide handeln.

3. Nun prüft der Minikredit-Anbieter deinen Antrag nach seinen Kriterien automatisch. In der Regel erfolgt dabei auch eine SCHUFA-neutrale Konditionsanfrage, um die exakten Konditionen für deinen Minikredit zu berechnen. Die Antwort des Finanzdienstleisters erfolgt oft bereits nach wenigen Minuten.

4. Sobald du deine Kreditzusage erhalten hast, musst du dich via vereinfachtes VideoIdent-Verfahren ausweisen. Halte dafür deinen Personalausweis oder Reisepass parat. Dieses Verfahren ist ebenfalls innerhalb von Minuten abgeschlossen.

5. Freue dich auf deinen Minikredit, der je nach deiner Vereinbarung mit dem Anbieter am gleichen oder am nächsten Tag auf deinem Konto eintrifft.

Häufig gestellte Fragen und Antworten über Minikredite 

Diese drei Fragen werden im Kontext eines Kleinkredites am häufigsten gestellt.

  • Was ist der Höchstbetrag bei einem Minikredit?

    Zuletzt aktualisiert: 25. August 2022

    Die maximale Kreditsumme unterscheidet sich je nach Kreditinstitut. Meist leihen dir Kleinkredit-Anbieter höchstens 3.000 Euro. Für Neukunden gelten oft abweichende Bedingungen und der Höchstbetrag fällt geringer aus.

  • Welche Unterlagen benötigt man für einen Minikredit?

    Zuletzt aktualisiert: 25. August 2022

    Um einen Kreditantrag zu stellen, benötigst du für das Videoidentifikationsverfahren einen gültigen Personalausweis oder einen Reisepass. Die meisten Minikredit-Anbieter möchten außerdem die Kopie deiner Einkommensnachweise als Gehaltszettel, Steuerbescheid oder Kontoauszug sehen. Die Kopien dieser Dokumente lädst du einfach via Bank-Portal hoch. Zudem muss das Kreditinstitut verständlicherweise deine Kontonummer wissen. Weiterhin sollst du über eine bei einem deutschen Provider registrierte E-Mail und ein Handy mit deutscher Vorwahl verfügen.

  • Welche Laufzeiten gibt es bei Minikrediten?

    Zuletzt aktualisiert: 25. August 2022

    Die Laufzeiten eines Minikredits hängen vorwiegend von dem Kreditbetrag ab. Während ein Kredit im zweistelligen oder niedrigen dreistelligen Bereich in der Regel bereits nach 15 oder 30 Tagen fällig wird, kannst du bei einer höheren Kreditsumme mit einer Laufzeit von bis zu sechs Monaten rechnen. Manche Anbieter gewähren noch längere Zahlungsfristen, teilweise erfolgt die Verlängerung der Laufzeit jedoch nur gegen Gebühr.

  • Fazit 

    Ein Kleinkredit in Höhe von 50 bis 3.000 Euro ist nicht bei einer herkömmlichen Bank, sondern bei Direktbanken oder profilierten Minikredit-Anbietern erhältlich. Ein solcher Kredit lässt sich unkompliziert beantragen, ist schnell bewilligt und ausgezahlt. Du bekommst das Geld zur freien Verfügung und zahlst den Minikredit meist bequem in Raten zurück.

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